Waldbrandgefahr – Vorsorge darf nicht erst im Ernstfall beginnen

23.10.2026

Wie war das noch im Sommer? Der Regen blieb aus – auf den Äckern vertrockneten die Pflanzen. Rekordtemperaturen über 40 Grad - Statistiker sprechen von rund 16.000 Hitzetoten in Deutschland. Verheerenden Waldbrände in Südeuropa – und in Deutschland stehen   Hürtgenwald und das Moor im Hohen Venn in Flammen.

Vor diesem Hintergrund holt die CDU-geführte Kreistagskoalition mit SPD und Bündnis 90/ Die Grünen das Thema „Waldbrandgefahr“ auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Ausschusses Umwelt, Planung und Klima am 17. November. Leitgedanke: „Natur schützen und Vorsorge im Kreis Wesel stärken“. Denn die Folgen von Trockenheit und zunehmenden Hitzeperioden sind nicht nur für unsere Ökosysteme wie Wälder und Moore eine wachsende Herausforderung.  Wald- und Vegetationsbrände bedrohen auch Siedlungen und Infrastruktur im Kreis Wesel, sie könnten erhebliche und langfristige Schäden an wertvollen Lebensräumen, Pflanzen und Tierarten verursachen.

Deshalb wollen die Kreistagsfraktionen von CDU, SPD und Bündnis 90/ Die Grünen in ihrem gemeinsamen Antrag nun einen Beitrag leisten, „unsere wertvollen Wälder und Moorgebiete im Kreis langfristig zu schützen und zugleich die Einsatzfähigkeit von Feuerwehren und Katastrophenschutz weiter zu stärken“. Waldbrandvorsorge dürfe nicht erst im Ernstfall beginnen werden, entscheidend sei, Naturschutz und Gefahrenabwehr vorausschauend zusammenzudenken.

Und so fragen Union, Sozialdemokraten und Bündnisgrüne, ob die Feuerwehren im Kreis Wesel ausreichend ausgerüstet sind, um Waldbrände zu bekämpfen und wie sich ein zu bildender Krisenstab zusammensetzt. Frage 3: „Wie ist eine überörtliche Unterstützung geregelt?“ Und: „Sind in den Gefährdungsgebieten ausreichend Löschteiche vorhanden“. Um die Einsatzorte zügig zu erreichen, muss die Zufahrt funktionieren – „sind, ähnlich wie in der Leucht – die befestigten Anfahrtswege ausreichend?“ möchte die Kenia-Koalition wissen und fragt weiter, welche Feuerwehren im Kreis über Drohnen verfügen, die sofort einsetzbar wären. Ins Grundsätzliche führt dann Punkt 7 aus dem Fragenkatalog: „Gibt es aktuell Maßnahmen wie einen ökologischen Waldumbau zum besseren Schutz der Wald- und Moorgebiete?“