Neue Fördermittel in Millionenhöhe für die Walsumbahn

09.08.2026

Jetzt steht konkret fest, mit welcher Summe die beiden ersten Planungsphasen für die Reaktivierung der Walsumbahn gefördert werden: Nach einem einstimmigen Votum des Ausschuss für Finanzen und Investitionen im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) hat nun auch der VRR-Verwaltungsrat rund acht Millionen Euro bereitgestellt. Damit wäre die Finanzierung der Planungsphasen 1 und 2 finanziell gesichert, die insgesamt rund 20 Millionen Euro beanspruchen, erläutert Frank Berger. Der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion ist auch Mitglied in der VRR-Verbandsversammlung.

Da das Land Nordrhein-Westfalen nicht - wie zunächst vorgesehen - die komplette Summe übernimmt, musste jetzt die Finanzierungslücke geschlossen werden. Dies gelang durch eine Novellierung des Gesetzes über den öffentlichen Personennahverkehr in NRW. Danach können nun auch reine Planungsvorhaben aus Mitteln gefördert werden, die ansonsten unter anderem für den barrierefreien Umbau von Bus- und Bahnhaltestellen vorgesehen waren – aber nicht „verbaut“ wurden. So hätten beispielsweise die Stadt Duisburg und die Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) in der Vergangenheit bereits bewilligte Zuschüsse in Millionenhöhe nicht abgerufen – für das Jahr 2025 war es zuletzt über eine Million Euro, kritisiert der CDU-Politiker Frank Heidenreich: „Das Geld nehmen wir jetzt quasi für die Reaktivierung der Walsumbahn“, fährt der Fraktionsvorsitzender in der VRR-Verbandsversammlung fort.

Damit ist nun ein entscheidender Schritt auf dem Weg getan, an dessen Ende die Wiederbelebung der 1983 eingestellten Walsumbahn steht. Ein Projekt von aktuell insgesamt knapp 300 Millionen Euro, dessen Bedeutung für die Nahverkehranbindung des Duisburger Nordens und vor allem auch des Kreises Wesel nicht hoch genug eingeschätzt werden kann, unterstreicht Frank Berger: „Wir geben den Menschen hier in der Regioneine attraktive direkte Anbindung an den schnellen Schienenpersonennahverkehr weit ins Umland“.

Folgende Linienführungen als Vorzugsvarianten wurden für die weiteren Planungen festgelegt: 30-Minuten-Takt Wesel – Walsum – Oberhausen – Essen (S3); 30-Minuten-Takt Duisburg-Overbruch – Oberhausen Hbf Moers/Xanten (RB 31); zwischen Duisburg-Overbruch und Oberhausen Hbf überlagern sich die beiden Linien zu einem angenäherten 15-Minuten-Takt. Folgende Haltepunkte sind vorgesehen: Wesel – Spellen – Voerde-West – Möllen – Dinslaken-Eppinghoven – Overbruch – Walsum Fahrn – Marxloh – Hamborn/Röttgersbach – Neumühl Buschhausen.

Die Linienführung Duisburg-Overbruch – Oberhausen Hbf – Moers/Xanten (RB 31) gilt als eine von insgesamt zwei Vorzugsvarianten für die weiteren Planungen zur Reaktivierung der Walsumbahn.