Nach Planungsdesaster will Regionalverband Ruhr nun für Sicherheit sorgen

Nach Planungsdesaster will Regionalverband Ruhr nun für Sicherheit sorgen
05.11.2019

Immerhin, es gibt jetzt Bewegung: Nachdem maßgeblich die CDU das Planungsdesaster beim Regionalverband Ruhr (RVR) scharf kritisiert hatte, reagiert die Bezirksplanungsbehörde nun und will zumindest in einem gewissen Umfang Planungssicherheit bei Gewerbeansiedlungen für Kommunen und Investoren schaffen. Diese war massiv dadurch erschüttert worden, dass der RVR den neuen Regionalplan wohl erst in einigen Jahren fertigstellen wird und nicht – wie vollmundig immer wieder versprochen – noch in dieser Legislatur, also bis 2020. Frank Berger, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion: „Wenn der RVR nun der Politik vorschlagen will, die im Regionalplan-Entwurf festgelegten ,regionalen Kooperationsstandorte‘ vor dem Inkrafttreten des Regionalplan-Ruhr im Rahmen eines vorgezogenen Regionalplan-Änderungsverfahrens verbindlich werden zu lassen, so ist das zumindest ein interessanter erster Gedanke“.

Nach Überlegungen des RVR sollen in das neue Verfahren alle Regionalen Kooperationsstandorte aufgenommen werden, die im Regionalplan-Entwurf festgelegt sind. Im Bereich des Regionalverbandes sind das insgesamt 24 Standorte mit fast 1300 Hektar Fläche, davon sechs im Kreis Wesel: Dinslaken (Barmingholten), Hünxe (Bucholtwelmen), Alpen (Hoogen), Kamp-Lintfort (Hornenheidchenstraße/Rossenray/Rossmühle), Voerde (Kraftwerk) sowie Sonsbeck (Peterskaul).

Dies ist allerdings eine Auflistung, mit der zunächst nur die RVR-Verwaltung an den Start geht. Die Einwendungen im Rahmen des Beteiligungsverfahrens sind noch nicht berücksichtigt. Udo Bovenkerk und Heinz-Peter Kamps, die ebenfalls für den Kreis Wesel der CDU-Fraktion im Regionalrat angehören, betonen: Nun beginnt erst einmal die politische Diskussion. Danach sollen die Stellungnahmen zu diesen Standorten sowie den bisher nicht berücksichtigten Flächen (u.a. Kohlenhuck und Hamminkeln) ausgewertet und abgewogen werden. Welche am Ende zur Offenlage aufgenommen werden, ist dann im Regionalrat zu entscheiden.