Minister Laumann: Im Kampf gegen Corona brauchen wir die Solidarität aller

Minister Laumann: Im Kampf gegen Corona brauchen wir die Solidarität aller
03.09.2020

Da sitzt jemand auf dem Podium, der noch in sehr beeindruckender Weise eine alte Sprache beherrscht: Karl-Josef Laumann redet Tacheles, als er bei einer Diskussion im Forum des Amplonius-Gymnasiums Rheinberg auf die Corona-Pandemie zu sprechen kommt. Dabei ist  der Abend, bei dem Frank Berger, CDU-Fraktionsvorsitzender im Weseler Kreistag, die Moderation übernommen hat,  ursprünglich dem Thema Rente/ Grundrente gewidmet. Aber an Corona kommt dieser Tage niemand vorbei, schon gar nicht der Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW. Und Karl-Josef Laumann ist sich sicher: „Das wird uns noch lange begleiten, das wird nicht einfach verschwinden“.
Deshalb ist die Kernbotschaft des Mannes, der auch Bundesvorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) ist, an seine Zuhörer klar und unmissverständlich: „Sie müssen vorsichtig bleiben!“ Er sehe mit Sorge dem Herbst entgegen. Der Zeit, wo vieles „drinnen stattfinden wird, was jetzt draußen passiert“. Laumanns Botschaft Nummer zwei: „Alle sind gut beraten, wenn sie zur Grippeschutzimpfung gehen“. Damit das Gesundheitssystem nicht zugleich mit Corona und Grippe fertig werden muss. Eine nachvollziehbare Argumentation, zeigt die Reaktion im Rheinberger Publikum, das ebenso Laumanns drittes Anliegen teilt: „Achten Sie auf die Vorgaben der Corona-Schutzverordnung. Denn wir brauchen diese Solidarität aller“, unterstreich der Minister.
Laumann stellt an diesem Abend eindrucksvolle Zahlen vor: „Das Land Nordrhein-Westfalen hat 25 Milliarden Euro aufgenommen, um die schlimmsten Folgen der Corona-Pandemie abzufedern.“ Dieser Kredit werde in den nächsten 50 Jahren abbezahlt. Das sei also eine Aufgabe für zwei Generationen. Wenn nun manche meinten, sie brauchten die Vorgaben nicht zu beachten, hätte das fatale Folgen. Ein weiterer Lockdown würde die Wirtschaft überfordern – schon heute stünden manche Branchen vor dem Ruin.