"Der Niederrheiner" bekommt klimafreundliche neue Züge mit mehr Sitzplätzen

"Der Niederrheiner" bekommt klimafreundliche neue Züge mit mehr Sitzplätzen
30.06.2021

„Der Niederrheiner" bekommt neue Züge - und darauf dürfen sich nicht nur die Fahrgäste freuen, die mit der RB31 zwischen Xanten und Duisburg unterwegs sind. Das ist auch gut für das Klima: Bus, Bahn und Schiene sparen schon grundsätzlich viel Treibhausgas ein. Aber auch die Erneuerung des Fuhrparks bringt erhebliche Einsparungen an Kohlendioxid. "23.000 Tonnen weniger werden die jetzt neu bestellten Züge des Nieder­rhein- Münsterland- Netzes pro Jahr ausstoßen. Und dabei werden am Ende komfortablere und mehr Wagen verkehren“, erklärt Frank Heidenreich (CDU) im Anschluss an Beschlüsse des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) am 24. Juni in Essen. 

Über 60 Züge mit alternativer Antriebstechnologie werden neu beschafft für das Niederrhein- Münsterland- Netz, zu dem auch die RB31 gehört. Acht der neuen Triebwagen sind für die RB31 vorgesehen. Diese werden ab 2025 fahren werden - und zwar nicht mehr mit Dieselmotoren, sondern mit Strom: Zwischen Xanten und Millingen sorgen Batterien für die notwendige Energie; zwischen Millingen und Duisburg kommt der Strom aus der Oberleitung, dabei werden auch die Batterien wieder aufgeladen. Hierzu Frank Heidenreich: „Wir rechnen am Ende mit einer Investition in Milliarden­höhe.“

Die Investition gerade in neue und zusätzliche Fahrzeuge wurde insbesondere möglich, weil Landesverkehrs­minister Hendrik Wüst (CDU) ermöglicht hatte, Fördermittel hierfür heranzuziehen. Die neuen Triebwagen werden 160 Sitzplätze haben, etwa 30 mehr als die heutigen. Dazu Frank Heidenreich abschließend: „Das ist ein gutes Zeichen für die Zukunft: Neue schöne, schnelle Fahrzeuge mit viel Komfort, die zugleich einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.“

Auch an den Bahnhöfen wird aufgerüstet, wie Vertreter des VRR im März im "Ausschuss für Mobilität und Verkehr" des Kreises Wesel berichtet hatten: Passend für die neuen Fahrzeuge, sollen in Rheinberg (Gleis 1), Millingen (Gleis 2), Alpen (Gleis 1) und Xanten die Bahnsteige auf 175 Meter verlängert und für einen behindertengerechten Einstieg auf eine Höhe von 76 Zentimetern angehoben werden. In Millingen, der einzigen Kreuzungsmöglichkeit zwischen Rheinkamp und Xanten, wird außerdem Bahnsteig 3 neu gebaut. 

7 SPNV-Linien mit mehr als sechs Millionen Zugkilometer pro Jahr: Das Niederrhein-Münsterland-Netz besteht aus den Teilnetzen
• RE 10 (Kleve – Geldern – Krefeld – Düsseldorf) und
• RB 41 (Geldern – Krefeld – Neuss) sowie dem Teilnetz der Linien
• RE 14 (Essen-Steele – Bottrop – Dorsten – Borken/Coessfeld),
• RE 44 (Kamp-Lintfort Mitte – Moers – Duisburg – Oberhausen – Bottrop),
• RB 31 (Xanten – Moers – Duisburg)
• RB 36 (Oberhausen – Duisburg-Ruhrort),
• RB43 (Dortmund – Wanne-Eickel – Dorsten).