CDU fragt: Wie kann die Fähre Orsoy-Walsum Kurs halten?

02.10.2026

Dass Hochwasser den Fährbetrieb zwischen Orsoy und Walsum kurzzeitig stoppt, ist so selten nicht. In diesem Jahr allerdings lassen Sommerhitze und Regenmangel den  stolzen Strom schier zum Rinnsal verkümmern und schicken die Fähre gleich zwei Mal in eine Zwangspause. Der Fährmann spricht von einer Katastrophe, seine Kunden erreichen ihre Ziele auf der anderen Rheinseite wochenlang nur nach langen Umwegen. Und wie kann es weiter gehen? Antwort auf diese Frage suchen die CDU-Kreistagsfraktion mit der SPD und Bündnis 90/Die Grünen in der „Kenia“-Koalition im  nächsten Ausschuss für Mobilität und Verkehr. Der soll sich auf Antrag dieser politischen Mehrheit mit der „Zukunftsfähigkeit der Fährverbindung“ befassen.

Orientierung suchen die Christdemokraten durch einen Bericht der Verwaltung zu vier Themenkomplexen als Grundlage einer langfristigen Strategie – inklusive Umsetzbarkeit, Finanzierungsmöglichkeit und Nutzerzahlen. Zum einen soll geklärt werden mit welchen technischen Maßnahmen der Fährbetrieb auch bei künftigen niedrigen Rheinpegeln möglichst lange aufrechterhalten werden kann. Lösungen, die gemeinsam mit Betreiber und Fachstelle identifiziert werden sollen, die geeignet, genehmigungsfähig und wirtschaftlich vertretbar sind.

Außerdem soll der Zustand der L155 unter die Lupe genommen werden: Die Landstraße ist auf der Orsoyer Rheinseite die Zufahrt zum Fähranleger. Rechercheauftrag: Plant Straßen NRW eine Sanierung bzw. Ertüchtigung der L155, um eine dauerhaft verlässliche und – soweit sinnvoll – niedrigwassertaugliche Zufahrt zur „Glück auf“? Beim zuständigen Landesministerium und in der Bezirksregierung soll vor allem geklärt werden, welche bestehenden Förderproramme für Investitionen in Anleger, Zufahrten oder Verkehrsinfrastruktur genutzt werden können.

Gemeinsam mit VRR, NIAG und DVG soll ferner geprüft werden, wie die Fähre auf beiden Rheinseiten besser mit dem ÖPNV verbunden werden kann: Erreichbarkeit der Anleger, Abstimmung der Betriebszeiten, Einbindung in Fahrgastinformationssysteme, tarifliche/ organisatorische Kooperation könnten Basis sein, den privatwirtschaftlichen Fährbetrieb bei einer verlässlichen Verkehrsleistung besser öffentlich zu unterstützen.

Letztlich wird die Verwaltung gebeten, Gespräche mit der Stadt Rheinberg, der Stadt Duisburg, dem Betreiber sowie mit Straßen NRW und den zuständigen Stellen des Landes zu führen und über die Ergebnisse, über mögliche künftige Nutzerzahlen sowie finanzielle Auswirkungen zu berichten.