„Kenia“ ist im Kreis Wesel ein absolutes Erfolgsmodell: Die in der politischen Farbenlehre so getaufte Koalition aus CDU, SPD und Bündnis 90/ Die Grünen hat längst zentrale Eckpunkte der zu Beginn der Legislatur getroffenen Kooperations-Vereinbarung angepackt und umgesetzt. Zu diesem äußerst positiven Fazit kommen jetzt kurz vor der politischen Sommerpause die Fraktionsvorsitzenden der Partner Frank Berger (CDU), Jürgen Preuß (SPD) und Hubert Kück (Bündnis 90/ die Grünen).
Als sich das Dreier-Bündnis formierte, hätten zugebenermaßen manche gefragt „Geht das denn?“ Nicht erst jetzt, neun Monate nach der letzten Wahl, ist klar, wie gut „das geht“. Warum? Frank Berger: „Die wichtigen Inhalte der Kreispolitik werden von uns gemeinsam so gesehen. Wir konnten den Menschen im Kreis so deutlich machen, dass in der Koalition in den wesentlichen Punkten Einigkeit herrscht.“ Beispielsweise in der Haushaltspolitik, in der die Kontinuität des Augenmaßes gewahrt wurde. Berger: „Wir zeigen, wie ernst es uns mit der Konsolidierung ist“. Alle hätten verstanden wie wichtig es ist, „dass wir gerade hier das klug lösen, was im Rahmen unserer Zuständigkeiten liegt“.
Macht so viel Übereinstimmung die Politik nicht langweilig? Die drei Fraktionsvorsitzenden widersprechen vehement: Die Bürger lieben den Diskurs, aber nicht die Streiterein. Im Konsens Lösungen zu finden, gemeinsam auch mit Landrat Ingo Brohl - das sei gelebte Demokratie, betonen die Fraktionschefs. Allen sei klar, welche Last sie auf ihren Schultern dadurch tragen müssen, dass letztlich die Kommunale Familie für manche Entscheidungen einstehen muss, die eigentlich Land und Bund getroffen haben.
Welche Lösungen gibt es da? Beispielsweise eine verstärkte interkommunale Zusammenarbeit. „Kenia“ analysiere aufmerksam, was wo machbar sei – letztlich auch im Bewusstsein, dass auch bei den Städten und Gemeinden Akzeptanz gefunden wird eingedenk der Notwendigkeit, in einer schwierigen Situation zusammenzuarbeiten. „Für den Kreis und für die Kommunen“, so Frank Berger. Beispielsweise bei den bereits getroffenen Investitionen in die Zukunft für Kreis, Menschen und Bildung. Ein weiterer Schwerpunkt: Der Kreis Wesel wird ökologischer aufgestellt. Bestes Beispiel: Der gerade auf den Weg gebrachte Neubau des Berufskolleg Dinslaken, wo umweltfreundliches Bauen zu vernünftigen Konditionen gelingt.

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