Nicht von ungefähr stand die Vorberatung des Kreis-Etas 2026 im Mittelpunkt der Klausurtagung des CDU-Fraktionsvorstands: „Der Haushalt ist dieses Mal komplizierter als es mancher andere war“, beschrieb Fraktionsvorsitzender Frank Berger. Diskussionsbasis war der Planentwurf, den Kreiskämmerer Karl Borkes in der Kreistagssitzung im Dezember eingebracht hatte. Mit Werten, die seitdem natürlich nicht statisch geblieben sind sondern sich in einem lebendigen Prozess weiter entwickelt haben und in dieser Dynamik bewertet werden müssen. Die Kernfragen waren klar: Was kommt auf uns zu? Was können wir beeinflussen?
Bislang sei es durch verantwortungsvolle Haushaltspolitik mit überlegten Ausgaben gelungen, die Kostenumlage an die 14 Kommunen im Kreis auf einem beispielhaft niedrigen und stabilen Niveau zu halten. Auch trotz kostspieliger Aufgaben, die Bund und Land an den Kreis ohne Kostenausgleich delegiert hatten. Die dafür angesparte Ausgleichsrücklage sei in 2026 aber aufgebraucht. Berger: „Wir stecken in einer schwierigen Situation, die wir nicht verursacht haben sondern wo wir durch kluge Politik im Kreis Schlimmeres verhindern konnten“.
Auf der Basis von Daten, die Kreiskämmerer Borkes in der Sitzung erläuterte, wurden erste Schritte diskutiert auf dem Weg, der nun beschritten werden könnte. Eine ausführliche Bewertung und Positionierung folgt in einer zweitägigen Klausur der Gesamtfraktion.

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