„Das ist ein weiterer Beleg unserer erfolgreichen Arbeit für die Menschen im Kreis Wesel", unterstreicht Frank Berger. Der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion meint damit die Genehmigung des Kreishaushaltes 2017, die die Bezirksregierung nun erteilt hat. Und zwar ohne jegliche Einwände. Dafür mit einem dicken Lob für die bereits zuvor erzielten Erfolge der CDU-geführten Kreistagskooperation mit Bündnis 90/Die Grünen sowie FDP/VWG bei der Konsolidierung der Finanzen des Kreises: Mit Blick auf den Entwurf des Jahresabschlusses 2016 nahm die Aufsichtsbehörde in Düsseldorf nämlich zur Kenntnis, „dass erfreulicherweise ein Jahresüberschuss von rund 1,7 Millionen Euro erzielt wurde und somit ein weiterer Verzehr der Allgemeinen Rücklage vermieden werden konnte".

BergerBerger: „Jetzt zeigt sich also, wie richtig unser Weg schon im vorigen Haushaltsjahr war – die konstruktiven Überlegungen, wo der Kreis sinnvoll und möglichst schonend Ausgaben zurückführen kann und dabei gewachsene Strukturen erhalten bleiben". Und wie falsch Landrat Dr. Ansgar Müller und seine Genossen in der SPD-Fraktion lagen, die statt zu sparen eine Anhebung der Kreisumlage gefordert hatten und damit den Städten und Gemeinden im Kreis Geld abgefordert hätten, dass die für ihre eigenen Aufgaben schmerzlich vermisst hätten.

Anregungen aus den Kommunen spricht die Bezirksregierung auch in ihrer Genehmigung des Kreishaushalts 2017 an. Beispielsweise die Forderung, dass der Kreis Wesel seine Konsolidierungsbemühungen weiter ausbauen und noch weitere Potenziale konsequent überprüfen solle. Schwerpunktmäßig unter anderem durch eine Überprüfung sämtlicher freiwilliger und pflichtiger Aufgaben hinsichtlich der Standards bis hin zum Aufgabenverzicht; außerdem solle sich vor allem die Planung des Personalaufwandes näher an die Orientierungsdaten anlehnen; die Kreiskommunen hätten auch die Ergebnisse der jüngsten Untersuchung der Kreisverwaltung durch die Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) aufgegriffen und die zeitnahe Umsetzung der dort aufgezeigten Konsolidierungspotenziale gefordert.

Teile dieser GPA-Untersuchungsergebnisse seien als Konsolidierungsmaßnahmen bereits in den Haushalt 2017 eingeflossen, den die Kreistagskooperation aus CDU, Bündnis 90/ Die Grünen sowie FDP/ VWG beschlossen. Das erkennt nun die Bezirksregierung ausdrücklich an, verknüpft damit allerdings für die Haushaltsplanung 2018 und der folgenden Jahre ihre Erwartung, dass „die verbliebenen aufgezeigten Konsolidierungspotenziale aus der GPA-Untersuchung nach entsprechender Prüfung möglichst umfänglich umgesetzt werden". Maßgeblich für das Erreichen des erforderlichen Haushaltsausgleichs sei auch eine realistische Planung der Aufwendungen, begründet die Aufsichtsbehörde – hier habe in der Vergangenheit insbesondere die Planung des Personalaufwandes die größten Risiken aufgewiesen.

Dass die Bezirksregierung insgesamt die Fortführung der Konsolidierungsbemühungen des Kreises Wesel begrüßt, wertet Frank Berger als klare Anerkennung des Kooperations-Kurses. Auch, weil sie die GPA-Untersuchung gegen den Widerstand von Landrat und SPD überhaupt erst durchgesetzt hatte, deren Vorschläge die Regierungspräsidentin nun als Impuls für die Fortsetzung der Erschließung und Nutzung weiterer Konsolidierungspotenziale einstuft, die aus ihrer Sicht auch noch vorhanden seien.