KREIS WESEL. Der Hochwasserschutz an der Issel hat ab sofort einen Stammplatz im Ausschuss für Umwelt und Planung des Kreises Wesel. Das legte Udo Bovenkerk, CDU-Kreistagsmitglied aus Hamminkeln und Vorsitzender dieses Gremiums, jetzt für alle künftigen Sitzungen fest. Der Christdemokrat begründet das mit einem Vergleich aus der Sportwelt: „Sicherheit schafft man nicht in einem Sitzungssprint, für ein solches Thema braucht man den langen Atem und die Kondition wie für einen Marathon". Denn wie komplex die Aufgabe ist, habe sich im Sommer 2016 eindrucksvoll gezeigt, als das üblicherweise kleine Flüsschen massiv über die Ufer trat, für Anlieger viel Leid brachte und große Schäden verursachte.

Für den CDU-Politiker steht fest: „Wir müssen alle Kräfte bündeln, um für die Zukunft gewappnet zu sein". Dazu gehöre auch, im zuständigen Ausschuss des Kreises Wesel schnellstmöglich diskutieren zu können – auch ganz aktuelle Entwicklungen, ohne dass Einladungsfristen zur Hürde werden könnten. Das sei dadurch sichergestellt, wenn das Thema grundsätzlich immer auf der Tagesordnung steht. „So kommen wir zügig voran und können die Vielzahl von Fragen abarbeiten, die sich stellen", beschreibt Udo Bovenkerk. Vor diesem Hintergrund bedauere er, dass überörtliche Weichenstellungen zu ärgerlichen und unnötigen Hürden auf dem Weg zu dringend erforderlichen Lösungen werden könnten: „Dass die Landesregierung die Zuständigkeiten von den Kreisen Wesel und Borken zu den Bezirksregierungen in Düsseldorf und Münster verlagert hat, nimmt uns die bekannten Ansprechpartner und führt dazu, dass sich die beiden Behörden nun erst neu in die Thematik einarbeiten müssen." In diesem Zusammenhang kritisiert der CDU-Politiker auch den SPD-Landtagsabgeordneten Norbert Meesters aus Wesel: „Wir hätten uns gewünscht, wenn Meesters die Kraft gehabt hätte, seine Regierung von diesem Unsinn abzuhalten".